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Was ist wichtig?



In dieser zunehmend multimedialen und multikulturellen  Welt, wird es einem/ einer ganz schön schwer gemacht, sich zu orientieren, zu fokussieren, einfach zu bestimmen was wichtig ist und was nicht. Arbeit, Familie/soziale Beziehungen, Geld, und das in wechselnder Reihenfolge, sind wohl die wichtigsten Themen, die unser gewöhnliches Leben bestimmen. Dazu kommt ungewöhnliches, jedenfalls was die noch friedlichen und halbwegs wohlhabenden Gesellschaften angeht, wie Krankheit und Tod. Gesundheit und ein gutes, langes Leben, sind genauso wichtig, für die meisten jedenfalls.


Geht man über diese elementaren Bezüge hinaus, wird es schon langsam kompliziert. An der Grenze zwischen Sein und Bewusstsein ergeben sich Differenzen über die Begrifflichkeit des Elementaren und des Relevanten. Phänomene die sich außerhalb der materiellen Sphäre ergeben und doch in sie hinein wirken können,


Religionen, Überzeugungen, Ideologien, Meinungen und deren Verbreitung.


Dies beruhend auf Informationen, Bewertungen, Interpretationen und Erfahrungen, auch medialer, virtueller oder geistiger Art.


Die Welt ist voller Nachrichten, Analysen und Versprechungen, seien sie nun materieller, kultureller oder spiritueller Natur.  Ein jeder werde nach seiner Facon glücklich oder unglücklich, mehr oder weniger fanatisch.  Ein Jahrmarkt der scheinbaren Möglichkeiten, von Prägung und materiellem Zwang überschattet.



Die Technik



Die Technik stellt den Menschen vor völlig neue Herausforderungen, sei es nun das Auto, der Computer, das Smartphone oder die Robotisierung der Arbeitswelt. Botschaften aller Couleur  hämmern ständig auf uns ein, Werbung, Meinungsmanipulation, Unterhaltung. Wie soll man da noch zur Besinnung kommen, unterscheiden in richtig und falsch, wichtig oder nicht so wichtig?   


Eine gigantische Industrie kümmert sich darum, uns die Welt zu erklären. Die Vielfalt, Einfalt und Verlogenheit von Werbung und sonstiger Propaganda, lässt wenig Raum für Überlegung und Erkenntnis. Dazu noch eine Arbeitswelt die immer entfremdeter wirkt, von der Natur weit entfernt, Apparate aus Menschen und Maschinen zusammengefügt.


Obwohl die Menschheit als ganzes ein sehr komplexes Wesen ist, was sich auch aus dem bereits gesagten ergibt, ist der Einzelne, das Individuum, Elementarteilchen, eher schlicht. Steinzeitmensch trifft auf „soziale“ Medien, globale Kommunikation in Lichtgeschwindigkeit, eine rasende Infrastruktur, Roboter und Drohnen.


Eine uneingestandene Überforderung bestimmt das Leben von Herrschern und Beherrschten, elektronische Kriegsführung macht Präsidenten zu gewöhnlichen Mördern und gewöhnliche Menschen zu Herrschern in einem virtuellen Imperium.


Die Märkte sind an die Stelle der Götter getreten, unfassbar entrückt in mythische Welten.



Die Gerechtigkeit



Man bekommt einen Eindruck davon, wie Sklaverei funktionierte und funktioniert. Die Hinnahme des Seienden, gleichsam als gottgegeben und unverrückbar, ist im Feudalismus wie im Techno-Kapitalismus ein Massenphänomen. Die Unterdrückung und Desinformation wird einem/einer erst gewahr, wenn sich das entsprechende Bewusstsein einstellt, weshalb sich die meisten Menschen so verhalten, wie es die Bolschewisten proklamierten. „Es kann nicht sein, was nicht sein darf“. Eine aggressive oder ignorante Verweigerung der Einsicht, ist die Methode des auf Egoismus getrimmten Individuums. Der Mensch will sich oft nicht aus der selbst verschuldeten Unmündigkeit herausführen lassen, einfach in dem er diese negiert, ignoriert oder schlicht resigniert.


Warum sollte man/frau sich denn für eine gerechtere Welt, Frieden und Wohlstand für alle einsetzen, wenn der SUV abbezahlt werden muss, der Chef ein A......... und der Kollege ein Konkurrent ist, wenn einem das Amt beschäftigt, die Kirche tröstet und die Arbeit überfordert. Dass die daraus resultierende Ignoranz und Untätigkeit katastrophale Folgen für unsere Nachkommen hat, machen sich die wenigsten klar.


Und am schlimmsten ist, dass auch die „Eliten“, die Regierung und die Meinungsführer scheinbar oder absichtlich in dieser Welt der Ablenkung, Überforderung und Oberflächlichkeit verloren sind und keinen Plan mehr haben, als Macht und Reichtum für sich selbst allein absichern zu müssen. Es ist gefährlich, wenn politische, mediale oder wirtschaftliche Führer keine Kinder haben und demzufolge nach dem Motto „nach mir die Sintflut“ b.z.W „No Future“ das Volk und vor allem deren Nachkommen in die Irre oder in den Abgrund leiten können.


Was wichtig ist und was zu tun sei, bleibt unbeantwortet. Krisenmanagement lässt die politisch Verantwortlichen blind werden gegenüber der Zukunft der kommenden und gerade angekommenen Generationen. Und jene die krimineller Weise für diese Krisen verantwortlich zeichnen, sind so entklugt, dass sie meinen gegen Naturgesetze verstoßen zu können, ohne dass dies Folgen für sie und vor allem für ihre Nachkommenschaft hat, sofern es diese gibt.


Die Krisen sind durch diese technologisch und virtuell initiierte Dummheit so mannigfaltig geworden, dass schon allein deshalb der Überblick verloren geht, was primitivstem Egoismus und staatlicher, institutioneller und anderweitig organisierter Kriminalität und Unmenschlichkeit reichlich Raum gibt, sich weiter auszubreiten.



Also! Was ist wichtig?



In fast allen Kulturen sind die Familien das wichtigste überhaupt. Sie sind das Rückgrat der sozialen Fürsorge, des beruflichen Erfolgs, der Daseinsvorsorge. In fast allen armen Ländern ist die Familie der wichtigste Garant des Überlebens.


Die Schattenseite hiervon ist leider oft ein Klandenken, das die Staatlichkeit unterminiert und unfähig macht, das Wohl des Ganzen in einem Staat im Auge zu haben. Es gibt viele Gegenden, in denen die Klans oder Großfamilien den Staat als ihr persönliches Eigentum betrachten, nur dazu da sich und die seinen mit Luxus zu versorgen, ohne Rücksicht auf die Entwicklung der Nation oder gar der Welt und Umwelt. Selbst in Ländern, von denen man/frau es nicht erwartet, gibt es Dynastien, die sich schamlos am Volksvermögen bereichern, weite Teile der eigenen Bevölkerung der Ungerechtigkeit und Verarmung preisgeben und somit nicht nur dem eigenen Land schaden, sondern oft auch der Welt und Umwelt. Die Bush-Dynastie hat ihren Raubzug noch längst nicht beendet und die jüngsten Interviews mit George Bush Junior, anlässlich der Veröffentlichung der Folterdokumente in den USA, zeigen in beängstigender Weise dessen Nähe zu seinen Kollegen in Saudi-Arabien und Nordkorea. Diese Leute haben keine Moral, als die, sich und ihre Familie, auch im Mafia-Sinne, zu versorgen und an der Macht zu halten.


Verschuldung, Finanzkrise, Krieg, Folter, soziale Verwahrlosung und ausufernde Gewalt, gehen auch auf das Konto dieser Klans.


Das wichtigste im so genannten Westen, ist Karriere, Besitz, die Geldvermehrung, Profit genannt, Ruhm, Wettbewerbsdenken, Leistung, Arbeit und Reichtum.


Die Familie spielt keine besondere Rolle mehr, die Großerben ausgenommen, denen ihr Reichtum sozusagen gottgegeben ist und nicht mehr in Frage gestellt werden darf.


An ihre Stelle ist die Seilschaft getreten, oder andere formelle Gruppen, wie Vereine, Parteien, Belegschaften und Institutionen.


Als höchstes Ziel gilt Reichtum und/oder Macht, wobei es zunehmend unwichtiger wird, wie man/frau diese erlangt.



Moral wird überall auf der Welt hochgehalten, nur die Vorstellungen darüber divergieren oft beträchtlich. Einig ist man/frau Erdenbürger sich aber darin, dass es immer vor allem die Anderen sind, die zu wenig Moral besitzen. Was es den Moralbesitzern einfacher macht, jegliche Moral hinter sich zu lassen, wie man/frau schön an der Familie Bush, aber auch einem Oberst Klein (bei Kunduz) sehen konnte, auch ein guter Christ, der sich wohl daran erinnerte, dass der Stuhl Petri über Jahrhunderte nicht nur das Töten von Ungläubigen erlaubte, sondern oft auch forderte, was schon der Familie Friedrich des Stauffers schmerzlich bewusst wurde.


Kleins , selbst nach US-Militärmaßstäben unnötiger Massenmord, wurde in Deutschland mit der Beförderung zum General belohnt. Soviel zu moralischer Überlegenheit und deren Instanzen.


Bis heute ist Lagerhaltung und Abschlachten von Arabern im heiligen Land moralisch unbedenklich. Zu diesem Schluss muss man kommen, wenn man sieht, das den Tätern nicht einmal Folgen angedroht werden, ausgenommen diese sind (aus westlicher Sicht) ungläubige und scheinbar unterentwickelte Moslems.


Historisch gesehen, ist der Begriff der Moral diskreditiert, diente Sie doch zu oft als Rechtfertigung für Unterwerfung, Ausbeutung und Unterdrückung. Wichtig war Sie auch für die Kampf- und Mordlust der Truppe, deren Moral eben.


Beware of the Moral Majority.


Auch der Glaube, den viele immer noch für wichtig halten (Gott sei Dank), ist eine zwielichtige Erscheinung, wie man nicht nur an der Geschichte des Christentums erkennen kann.


Sicherlich gibt es in allen Glaubensrichtungen der großen Weltreligionen begrüßenswerte Initiativen, gute Gedanken und wichtige Weisheiten. Glaube hat in der Entwicklung der Zivilisationen, aber auch bei deren Niedergang oft eine entscheidende Rolle gespielt. Und in allen mitfühlenden Religionen finden sich herausragende Geister, Philosophen und Menschen die sich für das Wohl des Nächsten engagiert haben. Wichtige Reformen in den verschiedensten Kulturräumen lassen sich auf den Glauben zurückführen. Wie auch Revolutionen und Kriege.


Aber auch hier gibt es eine große Gemeinsamkeit der Glaubensrichtungen, religionsübergreifend. Sobald eine Konfession sich soweit institutionalisiert hat, dass sie weltliche Macht ausüben kann, dient der Glaube oft nur noch als Vorwand zur Erhaltung der Macht und des Reichtums derer, die von der scheinbar gottgegeben Ordnung und den sich daraus für sie ergebenden Privilegien profitieren.  


Macht korrumpiert eben auch die Diener Gottes oder die Schüler Buddahs.


Gefährlich wird es, wenn im Namen Gottes Krieg geführt, Gewalt ausgeübt, getötet und gefoltert wird. Oft werden dann Glaube und Moral zu unheimlichen Mordgesellen,


Das Gewissen wird außer Kraft gesetzt und alle Verantwortung nach oben delegiert. Dies ist der geistige Kern einer jeden Diktatur und leider oft der schlimmsten Menschheitsverbrechen. Gott mit uns stand auf den Gürtelschlössern und Fahnen der verschiedensten Armeen, was diese nicht davon abhielt, die Lehren Gottes und deren innerste geistiger Substanz, wie sie von den Religionsstiftern aus Menschenliebe heraus offenbart wurde, völlig zu ignorieren. Der Erfolg einer Religion, war immer daran geknüpft, den Gläubigen eine glaubhafte Perspektive geben zu können, eine Richtschnur fürs Leben, die das Los der Menschen verbessern konnte. Leider wurde dies oft, vor allem nachdem sich eine Konfession als weltliche Macht etabliert hatte, vergessen.


Nicht nur bei Katholiken fragt man sich, was sie denn mehr bewundern;


Die Demut, Bescheidenheit und Liebe eines Jesus Christus oder die Macht, den materiellen Reichtum und Luxus ihrer Kirche.


Schaut man sich zum Beispiel die lange Reihe der Heiligen der katholischen Kirche an, darunter auch viele skrupellose Päpste und Mönche ( z.B Bernhard von Clairvaux, Ignatius von Loyola, Medici-Päpste, der Papst der die Kinder Friedrich des Stauffers grausam ermorden ließ ), erschaudert man angesichts deren Taten. Massenmörder, Kriegshetzer und Menschenquäler aller Art sind wohl leider in den Himmel gekommen. Gott sei bei uns, wenn wir die da oben treffen.


Das hat wohl auch Martin Luther gewusst und der ...King zumal.


Der Protestantismus hat eine Berechtigung gehabt, bis er sich mit der profanen Macht gemein machte, was darin gipfelte, dass, zumindest der deutsche Ableger, aber nicht nur der, das Wohl des Volkes und der Völker , an den Hitlerismus und andere Tyranneien verkaufte (Reichskonkordat, Gold für den Papst, Deutsche Kirche, Burenkirche, weißer amerik.Protestantismus bis 1967).


Die Menschenrechte


Menschenrechte, Menschenwürde, Demokratie und Rechtsstaat sind keine Errungenschaften aus dem Schoß der etablierten Konfessionen, aber gewiss auch vom christlichen Geist beseelt. Die Achtung dieser Prinzipien, wie sie auch in der UN-Charta niedergelegt sind, ist leider auch im sogenannten Westen oft nicht besonders ausgeprägt, vor allem dann, wenn es im Ausland Interessen zu wahren, Terroristen zu bekämpfen oder Öl zu sichern gilt. Viele denken immer noch, dass Folter und das Töten Unschuldiger nicht von den westlichen Welten, sondern meist vor allem von Diktaturen ausgeht. Dabei sind die meisten zivilen Opfer, die weltweit durch Waffengewalt beklagenswerter Weise sterben müssen oder verkrüppelt werden, direkt oder indirekt eine Folge westlicher Politik oder Intervention. Da von Kollateralschäden zu sprechen, offenbart eine Menschenverachtung, wie man sie von Nazis oder Bolschewiken kennt. Von Kundus über Guantanamo, von Bengasi bis Bagdad zieht sich eine Blutspur, die zu den westlichen Demokratien führt.


Die Intentionen und Begründungen für diese unmenschliche Schlächterei entlarven das Gerede von westlichen Werten als pure Heuchelei, die ihren rassistischen und imperialistischen Kern kaum verhehlen kann.


Wer die aktuelle Stunde im Bundestag, anlässlich des Folterberichts der amerikanischen Regierung gesehen hat, konnte sich lange die Augen reiben, aber deshalb wurden die Abgeordneten der christlichen Unionen auch nicht mehr. Diese Gleichgültigkeit in dieser elementaren Frage wirft ein bezeichnendes Licht auf den Rang der Menschenwürde in unserem Parlament. Nicht einmal ein Viertel aller Abgeordneten waren überhaupt vertreten. Da kann einem Angst und Bange werden.


Da sind sich wohl viele verdammt sicher, immer auf der Seite der Folterer und nicht der Gefolterten zu sein. Da waren die Badischen Revolutionäre Anno 1848 schon mal weiter. Die wussten noch, wie wichtig die Menschenwürde und Menschenrechte sind.


Die amerikanischen Spießer werden das erst noch lernen müssen. Wird sich die US-Nation, die eigentlich ein uneheliches Kind Europas und dessen afrikanischen Stiefkindes ist, jemals aus dem Karma lösen können, Macht und den Reichtum auf Vertragsbruch, Sklaverei, Genozid und brutalst mögliche Ausbeutung gegründet zu haben? An dieser Frage wird sich die Zukunft der westlichen Werte entscheiden.


Rechtsstaat, Demokratie und Meinungsfreiheit machen auf Dauer keinen Sinn, ohne Achtung der Menschenwürde und Menschenrechte.


Dies als weltweiten Standard durchzusetzen, wäre eigentlich Aufgabe der Zivilisationen Christlichem Ursprungs. Sie haben etwas gut zu machen nach all den Verbrechen des Kolonialismus. Von den U.S.A bin ich besonders enttäuscht, weil ich Sie lange für einen Leuchtturm des Fortschritts und der Freiheit hielt. Man könnte ja getrost auf Sie verzichten, wäre da nicht eine Welt der Unfreiheit und Würdelosigkeit. Die meisten Staaten foltern, sind korrupt (eigentlich fast alle) und achten die Menschenwürde nicht. Traurig ist, dass solche Regime oft, vom (wilden) „Westen“ entweder an die Macht gebracht, oder dort gehalten werden und dass die Methoden des „Westens“ immer offensichtlicher denen von Unrechts- und Schurkenstaaten (genauer Schurkenregierungen) ähneln.  Wer soll unsere leidvoll errungenen Fortschritt in Fragen der Menschenrechte verteidigen, wenn die U.S.A und leider auch einige Europäische Länder, immer mehr Richtung Faschismus und Bürgerkrieg abdriften.


Die Umwelt im weitesten Sinne.


Wichtig ist auch die Umwelt und deren Schutz, denn darin spielt sich das Leben ab.


Man/frau könnte es auch mal so auf den Punkt bringen: „In einer kaputten, elenden, kriegerischen Umgebung, werden die oben genannten Wichtigkeiten nachrangig, insofern als dass darin kaum eine sinnvolle Ausgestaltung dieser Möglichkeiten machbar ist, bis das Ärgste abgestellt ist und wieder Hoffnung wachsen kann“.


Will sagen, es kann den Punkt gegeben, wo all das weiter oben angeführte  zurückstehen muss, weil die Neu-, oder Umgestaltung der Umwelt im weitesten Sinne Priorität gewinnt. Dies gilt vor allem auch für das nachhaltige Beenden von Kriegen.


Das schlimme an militärischen Konflikten ist ja nicht nur, dass sie immer auf eine rücksichtslosen Umgang mit der Natur, der Architektur und Agrikultur hinaus laufen, was die Menschen die davon betroffen sind, elend leiden lässt. Sondern auch, dass er oft erst die Voraussetzung dafür schaffen soll, Ausbeutung und Plünderung von Ressourcen im großen Stil zu realisieren. Leider sind wir mental nicht so weit von den Wikingern (z.B.) entfernt, wie sich das die meisten einbilden.


Die „Freie fahrt für freie Bürger – ohne Geschwindigkeitsbegrenzung“ als politisches Leitmotiv ist doch ein Sinnbild, sowohl der Degeneration des Begriffs der Freiheit, als auch des hemmungslosen Umgangs mit fremden Schätzen, koste es was es wolle, Blut, Natur oder Atmosphäre. Und dass die Nuklearenergie mangels eines Entsorgungskonzeptes, das die Politiker scheuen wie der Teufel das Weihwasser, und die Stimmung in ihrem Wahlkreis, falls es ihn treffen sollte, eine weit größere Gefahr für Europa ist, wie es seinerzeit die Mongolen (z.B) waren, erkennen auch nur wenige. In hunderttausend Jahren verstrahlter Nukleargeschichte, die uns Menschen noch bevorstehen, kann viel geschehen. Soviel zur Umwelt.



Grundlagen in uns selbst. Ideale.


Zum Schluss möchte ich noch einige menschliche Eigenschaften hervorheben, die dem bereits genannten in ihrer Wichtigkeit nicht nachstehen, sondern im Gegenteil die wichtigste Grundlagen jeder humanen Entwicklung sind, die zu einer vernünftigen Politik und, verzeihen Sie mir hier den abgenutzten Ausdruck, zu einer besseren Welt führen können. Diese sind; Mitgefühl, Liebe, Gerechtigkeitssinn, klare Erkenntnis von Ursache und Wirkung, klarer Verstand und die Fähigkeit Prioritäten zu setzen, das heißt wichtig von unwichtig, erstrebenswertes von zu vermeidendem und machbares von abstrakten Träumereien zu unterscheiden.


Im Gegensatz zu Alternativlosigkeit vorspiegelnden Pragmatikern, halte ich aber Utopien und Visionen für ein notwendiges Werkzeug für eine positive Entwicklung hin zu einer besseren Welt. Thomas Moores (Philosoph, Anwalt und Kanzler von England unter Heinrich dem VIII) Vision von „Utopia“ war wegweisend für seine Zeit und ist es in Teilen immer noch. Manches was damals als utopisch galt, ist heute Realität geworden.


Woran es uns heute mangelt, ist ein vernünftiger Idealismus, der aus der Geschichte lernt und uns antreibt, durch Engagement Zustände zu ändern, die sich zwar wahrscheinlich sowieso ändern, aber die Frage wird sein, ob wir durch tumbes Wegschauen, Gleichgültigkeit und Ignoranz riskieren wollen, einmal mehr durch Ströme von Blut und schreckliche Katastrophen zur Änderung gezwungen zu werden, oder ob wir uns die Mühe machen wollen, durch Beharrlichkeit in kleinen Schritten eine friedlichen Weg der Transformation zu finden.


Wo ein Wille dazu da ist, ist auch ein Weg. Auch wenn dieser, wie wir inzwischen wissen, kein leichter sein wird, ist er doch alternativlos, wenn wir nicht noch tiefer in Barbarei versinken wollen.


Wenn wir Krieg, Gewalt, Elend, Sklaverei, Umweltzerstörung und soziale Ungerechtigkeit nicht wollen, müssen wir uns für das Gegenteil engagieren. Für Friede, Gerechtigkeit, Freiheit (im Sinne der 1848er), Umweltschutz, Nachhaltigkeit und eine soziale Gesellschaft.



Think Global, act Local!




P.Weinkötz

 

 

 

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